Tag Archives: UDBA-Morde

Kroaten fordern Ent-UDBA-fizierung und Ent-Kommuni-fizierung

22 Feb

Siehe auch: http://www.meinbezirk.at/klagenfurt/politik/kroaten-fordern-eine-ent-udba-fizierung-lustration-entfernung-von-yu-geheimdienstmitarbeitern-in-oesterreich-pressekonferenz-25092012-d355619.html

und eine kroatische Homepage zur  UDBA-Thematik:

Kroaten fordern eine Ent-UDBA-fizierung (Lustration) Entfernung von YU-Geheimdienstmitmitarbeitern sowie tito-kommunistisch belasteten Mitarbeitern aus dem (v. a. öffentlichen) Dienst in Österreich

Aufklärung von UDBA Morden in Österreich und Menschenverschleppungen nach Jugoslawien:

Die Aufklärung der YU-Geheimdienstmorde an kroatischen Emigranten könnte von den österreichischen Behörden mutmaßlicher Weise durch ehemalige UDBA-Mitarbeiter behindert werden. Aufgrund einiger in den letzten Jahren bekannt gewordenen Listen besteht nicht nur umso mehr der Verdacht, dass österreichische öffentliche Dienste und Behörden stark von ehemaligen UDBA-Mitarbeitern unterwandert sind. Sondern es existiert in der Aufarbeitung der Morde kein Spezialteam mit dem Fachwissen der UDBA-Sprache. Es ist auf keinen Fall zu vergessen, dass die Sprache der UDBA eine besondere ist, sodass Wörter und Wortverbindungen in den Texten des Geheimdienstes ganz andere Bedeutungen haben. Deshalb ist es ratsam, dass Fachexperten bei den Ermittlungen der österreichischen Justiz zur Auswertung hinzugezogen werden.

Bei den operativen Vorbereitungen zum Martinovic-Mord (1975) bestehen Dossiers mit den operativen Decknamen. Durch vermutlich fehlendes Wissen kann die Staatsanwaltschaft keinen Prozess einleiten. Ein operativer Liquidierungsbefehl ist in besonderen Schlüsselbegriffen abgefasst und daher für einen der UDBA-Sprache Unkundigen schwer zu verstehen.

Einleitung einer Lustration:

Die Aufgabe einer zukünftigen Kommission liegt nicht nur darin, dass anhand geheimdienstlicher Archive auf eine Zusammenarbeit mit kommunistischen Geheimdiensten nicht nur in Kroatien oder Slowenien keine Überprüfung von Personen des öffentlichen Lebens (= Lustration) vorgenommen wurde. Sondern auch, dass trotz einer Reihe von UDBA-Gewalttaten in Österreich von Mitte der 1940er bis Ende der 1980er Jahre und etlicher noch in Österreich lebender mutmaßlicher YU-Geheimdienstmitarbeiter bis heute keine Lustrationskommissionen gebildet wurden.

Obwohl es nach der österreichischen Rechtsordnung sogar um strafrechtlich relevante Sachverhalte geht und die Archive zum größten Teil geöffnet wurden, ist zumindest in Österreich (Kärnten) von Lustrationsprozessen bzw. Strafgerichtsprozessen gegen YU-UDBA-Akteure nichts bekannt geworden. Aufklärung gefordert: Warum bekleiden noch immer mögliche YU-Geheimdienstmitarbeiter öffentliche Ämter in der Republik Österreich? Warum wurde in einem demokratischen Staat wie Österreich kein Lustrationsprozess eingeleitet?

Die Republik Österreich hat bis zum heutigen Tag keinen Lustrationsprozess eingeleitet, um allfällige Mitarbeiter, kommunistischer Geheimdienste (UDBA, STASI usw.) aus öffentlichen Ämtern zu entfernen.

Offen gelegte Mitarbeiter-Dossiers:
                        Univ.-Prof. Dr. Dusan Necak: Professor für Geschichte und Universitätsrat an der Universität-Klagenfurt

uniratDusan-necak- - Kopie

Abschrift und Übersetzung: Ordnungszahl der CAE:] 643344. Nečak Dušan geboren: 21/01/[19]48

CR [= Centralregister]: 0356757-5  ST[evilka im] CR: 3210055 Wohnort: Ljubljana,   Njegoševa [Str.] 6 Beruf 2: Professor Geschlecht: männlich DV: (= Državna varnost = dt. Staatsicherheit:  Dossier SDV (=Službe Državne varnosti = dt.: des Staatssicherheitsdienstes) [Nr.]: -14000 – 00501

Die Person ist codiert mit 14000 – 00501 auf dem Central-Register  der Dossier  von SDV/UDBA. Der Zahlencode bedeutet, dass er  als ständige Mitarbeiter-Quelle fungierte. Anführungen am Dossiers mit der Bezeichnung BERUF2  Schlüsselcodes sind keine abgeschöpften Quellenzuträger, sondern das sind Klassifizierungen von freiwilligen Quellenzuträgern bzw. ständigen Mitarbeiter. Necaks Dossiers mit dem Beruf 2 (Enkodiert bedeutet: 1. Beruf UDBA und 2. Beruf: Professor) gibt also eine weitere Auskunft über eine Mitarbeit des Professors für den jugoslawischen Geheimdienst.

Univ.-Prof. Dr. Malle August : Professor für Geschichte an der Universität-Klagenfurt und Leiter des österreichisch-sloweniscAugustin-Malle - Kopiehen Wissenschafsakademie

Abschrift: [Ordnungszahl]: 560873.  Malle August  geboren: 05/01/[19]44 / CR [=Central-Register]: 0306245-7   ST. CR: 3174567 Geburtsort: Loibltal * Geburtsstaat, bzw. Republik: Austria Republik, bzw. Staat des Wohnsitzes: Austria Wohnort: Bleiburg,  Loibltal 15  *  Beruf 2: Student *  Nationalität: slowenische  Staatsbürgerschaft: Austria  *  Geschlecht: männlich JV: [= Javna Varnost] Anderer Name: Male Avgust  geboren: 05/01/44 DV: [= Državna varnost]Dossier [der] SDV:  -0004200-00000 Dossier SDV [Službe Državne varnosti]: -0014142-00487; Jvarnost = Öffentliche Sicherheit Državna varnost = Staatssicherheit SDV = Služba državne varnosti = Staatssicherheitsdienst  Die Person ist codiert auf der  CR [=Central-Register]:  DV: [= Državna varnost ] auf dem Dossier [der] SDV/UDBA als ständige Quelle registriert:

Der Zahlencode bedeutet, dass er  als ständige Mitarbeiter-Quelle fungierte. Anführungen am Dossiers mit der Bezeichnung BERUF2  Schlüsselcodes sind keine abgeschöpften Quellenzuträger, sondern das sind Klassifizierungen von freiwilligen Quellenzuträgern bzw. ständigen Mitarbeiter. Malles Dossiers mit dem Beruf 2 (Enkodiert bedeutet: 1. Beruf UDBA und 2. Beruf: Professor) gibt also eine weitere Auskunft über eine Mitarbeit des Professors für den jugoslawischen Geheimdienst.

Die Fachspezialisten legten neben Dossiers und Mitarbeiterlisten offen, dass noch heute Jugoslawische Geheimdienstakteure einflussreiche Positionen in Österreich besetzen. Die österreichischen Kärntner Landtagsabgeordneten wurden dazu aufgefordert, für deren Absetzung (Lustration) zu sorgen.

Weitere Kritik übten die Fachexperten am amtierenden Klagenfurter Universitätsrat und am Hochschulprofessor Univ.-Prof. Dusan Necak, der von 1972 bis 1980 im Laibacher Nationalitäteninstitut die Problematik des österreichisch-jugoslawischen Grenz-Konfliktes im Sinne der damaligen jugoslawischen Geschichtsauffassung propagierte und somit in der kommunistischen Ära eine steile Karriere machte. 2004 gründete er in Laibach gemeinsam mit dem letzten Chef der jugoslawisch-slowenischen Kommunisten Milan Kucan und weiteren Repräsentanten der jugoslawischen kommunistischen Ära die politische Plattform „Forum 21“. Der kroatische Univ.- Prof. Josip Jurcevic legte offen, dass die kommunistische DDR-Stasi und die Jugoslawische- UDBA, in einigen Fällen Personalentscheidungen an der Klagenfurter Universität zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Von zwei Professoren, welche laut den Verzeichnissen und Dossiers dem UDBA-Umkreis an der Universität Klagenfurt zu zurechnen sind wurden die Dossierzahlenveröffentlicht. Zahlen zwischen 14000 bis 14999 auf denen auch Prof. Dusan Necak und Augustin Malle registriert sind. Die Encodierung ergibt: das waren laut dem CR [=Central-Register] der UDBA ständige Quellen bzw. ständige Mitarbeiter, Informanten, Reservisten bzw. Quellenzuträger, welche zugeordnet zu ihren Führungsangestellten der Reserveeinheiten der SDV/UDBA (SDV- Regionalstelle slowenisch-jugoslawischer Staatssicherheitsdienst) und einen fixen Mitarbeiter der UDBA waren. Anführungen mit der Bezeichnung BERUF2 sind nach den Fachspezialisten, welche in Besitz der Schlüsselcodes sind, keine abgeschöpften Quellenzuträger, sondern das sind Klassifizierungen von freiwilligen Quellenzuträgern bzw. ständigen Mitarbeiter. Necaks Dossiers mit dem Beruf 2 (Enkodiert bedeutet: 1. Beruf UDBA und 2. Beruf: Professor) gibt also eine nähere Auskunft über eine Mitarbeit des Professors für den jugoslawischen Geheimdienst.

http://www.unzensuriert.at/content/0010298-Kommunistische-Tito-Stasi-sterreich-weiterhin-aktiv

Slowenische Evidenzliste weist auf zahlreiche UBDA-Agenten hin

Die „Zentrale Aktive Evidenz des Republikssekretariats für innere Angelegenheiten“ aus Slowenien umfasst neben der Registrierung von UBDA-Mitarbeitern und Informanten auch durch UBDA-Aktionen geschädigte Personen. In diesem Zusammenhang kam von den Pressekonferenzteilnehmern der Hinweis, dass zwei aktive Universitätsmitarbeiter in Österreich, Univ.Prof. Dr. Necak Dusan und Univ.Prof. Augustin Malle bei der UBDA als „Quellen“ unter den Dossiernummern DOSJE-SDV-0014000-00501 bzw. DOSJE-SDV-0014142-00487 geführt wurden. Darüber hinaus sind auch eine ganze Reihe weiterer mutmaßlicher Mitarbeiter und Informanten mit österreichischer Staatsangehörigkeit auf einer codierten Namensliste aufgefunden worden.

Kroaten fordern eine Ent-UDBA-fizierung (Lustration) Entfernung von YU-Geheimdiensmitmitarbeitern sowie tito-kommunistisch belasteten Mitarbeitern aus dem (v. a. öffentlichen) Dienst in Österreich

3053597_preview

UDBA OPFER: Mijo Juric (Verfolgter Priesterseminarist), Bože Vukušic (kroatischer Regierungsleiter für die staatliche Kommission von UDBA-Verbrechen), Ivo Pomper (Archivar der Erzdiözese Salzburg), univ.prof. dr. Josip Jurcevic (Historiker), Marjan Luburic und Ivan Ott

Kroaten fordern:

3053597_preview

1. ENT-UDBA-FIZIEURUNG Entfernung (Lustration) von Mitarbeitern, der kommunistischen YU-UDBA u. STASI aus dem öffentlichen Dienst in Österreich

2. Aufklärung der YU-Geheimdienstgräueltaten an den kroatischen Emigranten (Martinovic-Mord 1975 in Klagenfurt – Mörder und Mordgehilfen werden genannt)

3. Würdige Bestattung kroatischer Opfer des Massakers von Bleiburg in Österreich am Loibacher Feld (kroatische Gedenkstätte)

Kroaten fordern Klärung der Geheimdienst-Taten Zeitzeugen der Terroraktionen des ehemaligen jugoslawischen Geheimdienstes schilderten am Dienstag ihre Erlebnisse vor dem Landtags-Rechtsausschuss.

„Kärnten hat mit der Ortstafellösung einen beispielhaften Schritt gesetzt. Jetzt hoffen wir, der heutige Tag kann dazu beitragen, dass die Gräueltaten des ehemaligen jugoslawischen Geheimdienstes (UDBA) endlich aufgeklärt werden.“ Der in Salzburg lebende Ivo Pomper ist eines der UDBA-Opfer. Gemeinsam mit fünf Landsleuten hat er am Dienstag seine Erlebnisse dem Rechts- und Verfassungsausschuss des Landtages geschildert. Die Erlebnisse reichen von provozierten Unfällen bis hin zur Ermordung des Gemüsehändlers Nikica Martinovic in Klagenfurt, der die Pflege der Gräber am Loibacher Feld in Bleiburg mit seinem Leben bezahlen musste.

Pomper und der Uni-Professor Josip Jurcevic glauben mit Dossiers aus den Geheimdienstarchiven belegen zu können, dass ehemalige UBDA-Mitarbeiter und -Informanten noch heute einflussreiche Positionen in Kroatien, Slowenien und Österreich besetzen. Die Kärntner Abgeordneten wurden dazu aufgefordert, für deren Absetzung zu sorgen. Entsprechende Listen sind bereits in Büchern veröffentlicht worden. Pomper: „Warum kann man mit den ehemaligen Mitgliedern der UDBA in Österreich nicht ebenso abrechnen, wie man das in Deutschland mit den Stasi-Leuten getan hat?“

Der Ausschuss beschloss mit FPK- und ÖVP-Stimmen, sich für die Einrichtung eines grenzüberschreitenden Forschungsprojektes zur Aufarbeitung der Gräuel einzusetzen. Quelle: http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/3126139/kroaten-fordern-klaerung-geheimdienst-taten.story

Pressemappe vom 25.09.2012: Kärnten: ein Operationsgebiet des kommunistischen YU-Geheimdienstes (OZNA/UDBA)

Die Universität Klagenfurt unter Stasi und UDBA:

Man darf aber auch nicht übersehen, dass neben der UDBA und den westlichen Nachrichtendiensten auch andere totalitäre Geheimdienste in Kärnten aktiv waren. So insbesondere die kommunistische DDR-Stasi, die in einigen Fällen sogar Personalentscheidungen an der Klagenfurter Universität zu ihren Gunsten beeinflusst hat. Im Gegensatz zu Deutschland gab es bei uns keine Bemühungen, diese Personen aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen. Da es eine erklärte Absicht der Stasi war, den Westen zu destabilisieren, gab es für deren Mitarbeiter in Kärnten genügend Zündstoff.

Mehrerer Hochschulprofessoren, die eine Anstellung in Österreich besitzen, befinden sich auf der slowenischer UDBA/SDV-Liste mit Dossiernummernzuweisung von 14000 bis 14999, die für eine ständige Quelle stehen.

Drei Professoren der Universität Klagenfurt wurden genannt. Zwei mit den folgenden Dossiernummern:

Universitätsmitarbeiter von österreichischen Wissenschaftsinstituten sowie der Alpen-Adria Universität Klagenfurt sind auf der slowenischen CAE/SDV-UDBA-Liste als ständige Quelle verzeichnet:

Univ.-Prof. Dr. Necak Dušan und Univ.-Prof. Dr. Augustin Malle mit der Dossiernummer „DOSJE SDV -0014000-00501 bzw. DOSJE SDV -0014142-00487 verzeichnet“.

• Zahlen zwischen 14000 bis 14999 auf denen Necak und Malle registriert sind, sind die zahlenmäßigen Erfassungen von Dossiers und zugleich die Registerzahlen der ständigen Quellen [„Mitarbeiter“] der SDV/UDBA. Die Encodierung ergibt: das waren laut dem CR [=Central-Register] der SDV/UDBA ständige Quellen bzw. ständige Mitarbeiter, Informanten, Reservisten, Quellenzuträger welche zugeordnet zu ihren Führungsangestellten der Reserveeinheiten der SDV und einen fixen Mitarbeiter der SDV (= Službe Državne varnosti = des Staatssicherheitsdienstes).

Anführungen mit der BEZEICHNUNG BERUF2: Die Codierung Beruf 2: Das sind keine abgeschöpfter Quellenzuträger. Sondern das sind selbst ständige Mitarbeiter gewesen.uniratDusan-necak- - Kopie

Das trifft beim UDBA-Dossier von Necak und Malle zu!

Nur ein Lustrationsverfahren würde eine Aufklärung mit sich bringen. Dossier von Necak Dušan: Die Person ist codiert auf der CR [=Central-Register]: DV: [= Državna varnost] auf dem Dossier der SDV/UDBA als ständige Quelle registriert.

Augustin-Malle - Kopie

Univ.-Prof. Dusan Necak, der von 1972 bis 1980 im Laibacher Nationalitäteninstitut die Problematik der Kärntner Slowenen im Sinne der damaligen jugoslawischen Geschichtsauffassung propagierte und somit in der kommunistischen Ära eine steile Karriere machte, lehrt derzeit an der Klagenfurter Universität und wurde sogar in den Universitätsrat (http://www.uni-klu.ac.at/unirat/inhalt/18.htm) berufen. Im Jahre 2004 gründete er in Laibach gemeinsam mit dem letzten Chef der slowenischen Kommunisten Milan Kucan und weiteren Repräsentanten der jugoslawischen Ära die politische Plattform „Forum 21“. Quelle: Kärntner Landsmannschaft

Der Jugoslawische Staatssicherheitsdienst (UDBA) hatte von Mai 1945 bis Ende der 1980er Jahre bis zum Zerfall Jugoslawiens zahlreiche Verbrechen gegen die Menschlichkeit insbesondere gegen kroatische aber auch slowenische Emigranten auf österreichischem Territorium (Kärnten) verübt. Die unterschiedlichsten Stellen der UDBA (SDS, SDV, UDB) agierten gegen tatsächliche und eventuelle Gegner des kommunistischen jugoslawischen Regimes insbesondere gegen kroatische Emigranten in Österreich, was vor allem in den Nachkriegsjahren zu Menschenverschleppungen nach Jugoslawien und Internierung oder die physische Beseitigung bedeutete. Im Ausland, wo ihre Tätigkeit nicht durch jugoslawische Gesetze gedeckt war, trat die UDBA geheim auf. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckte sich in Österreich ebenso auf Ermordungen, Erpressungen und Entführungen wie auch Sprengstoffanschläge und Desinformierungskampagnen. Dass beim Fluchtversuch an der österreichisch-jugoslawischen Grenze in den ersten Nachkriegsjahren mehr Menschen den Tod durch die UDBA und anderer jugoslawischen Behörden fanden als an der berüchtigten Berliner Mauer, soll ebenso nicht unerwähnt bleiben.

Einleitung einer Lustration:

Die Aufgabe einer zukünftigen Kommission liegt nicht nur darin, dass anhand geheimdienstlicher Archive auf eine Zusammenarbeit mit kommunistischen Geheimdiensten nicht nur in Kroatien oder Slowenien keine Überprüfung von Personen des öffentlichen Lebens (= Lustration) vorgenommen wurde. Sondern auch, dass trotz einer Reihe von UDBA-Gewalttaten in Österreich von Mitte der 1940er bis Ende der 1980er Jahre und etlicher noch in Österreich lebender mutmaßlicher YU-Geheimdienstmitarbeiter bis heute keine Lustrationskommissionen gebildet wurden.

Obwohl es nach der österreichischen Rechtsordnung sogar um strafrechtlich relevante Sachverhalte geht und die Archive zum größten Teil geöffnet wurden, ist zumindest in Österreich (Kärnten) von Lustrationsprozessen bzw. Strafgerichtsprozessen gegen YU-UDBA-Akteure nichts bekannt geworden. Aufklärung gefordert: Warum bekleiden noch immer mögliche YU-Geheimdienstmitarbeiter öffentliche Ämter in der Republik Österreich? Warum wurde in einem demokratischen Staat wie Österreich kein Lustrationsprozess eingeleitet?

Die Republik Österreich hat bis zum heutigen Tag keinen Lustrationsprozess eingeleitet, um allfällige Mitarbeiter, kommunistischer Geheimdienste (UDBA, STASI usw.) aus öffentlichen Ämtern zu entfernen.

Aufklärung von UDBA Morden in Österreich und Menschenverschleppungen nach Jugoslawien:

Die Aufklärung der YU-Geheimdienstmorde an kroatischen Emigranten könnte von den österreichischen Behörden mutmaßlicher Weise durch ehemalige UDBA-Mitarbeiter behindert werden. Aufgrund einiger in den letzten Jahren bekannt gewordenen Listen besteht nicht nur umso mehr der Verdacht, dass österreichische öffentliche Dienste und Behörden stark von ehemaligen UDBA-Mitarbeitern unterwandert sind. Sondern es existiert in der Aufarbeitung der Morde kein Spezialteam mit dem Fachwissen der UDBA-Sprache. Es ist auf keinen Fall zu vergessen, dass die Sprache der UDBA eine besondere ist, sodass Wörter und Wortverbindungen in den Texten des Geheimdienstes ganz andere Bedeutungen haben. Deshalb ist es ratsam, dass Fachexperten bei den Ermittlungen der österreichischen Justiz zur Auswertung hinzugezogen werden.

Bei den operativen Vorbereitungen zum Martinovic-Mord (1975) bestehen Dossiers mit den operativen Decknamen. Durch vermutlich fehlendes Wissen kann die Staatsanwaltschaft keinen Prozess einleiten. Ein operativer Liquidierungsbefehl ist in besonderen Schlüsselbegriffen abgefasst und daher für einen der UDBA-Sprache Unkundigen schwer zu verstehen:

„die Vorbereitung von Maßnahmen, um ihre feindliche Tätigkeit zu paralysieren und gegenseitiges Misstrauen innerhalb der Gruppe zu säen. Frist: Mai 1975. Operative Positionen: Mitarbeiter „Žan“, „Vili“, „Igor I“, „Jagoda“ und „Borje“.[= Decknamen der Agenten] Träger: Staatssicherheitsdienst der SR Kroatien und von BiH in Kooperation mit dem II. Sektor des Sicherheitsdienstes des Republiksekretariates für innere Angelegenheiten der SR Slowenien, der IDV [= SDV-Außenstellen] Kranj, Celje und Maribor.“

UDBA- Sprachregelungen: • „Borje“ ist ein Deckname und encodiert ist das Josip Lukenda und lebt unbehelligt in Klagenfurt.

• „Zan“ ist ein Deckname von Milan Boric und er soll sich in der Nähe von Dravograd (Slowenien) aufhalten.

• Zwei weitere Söhne von Nicola Martinovic (ermordet 1975) kroatischer Linie wurden von der UDBA ermordet.

• Die UDBA Aktivitäten gegen die kroatische Emigration in Österreich sowie die Mörder und Mordgehilfen am Beispiel des Opfers Martinovic (Ausführung Ivo Pomper und Boze Vukusic). Der UDBA-Mörder von Martinovic ist noch am Leben und lebt in Bosnien.

Es erscheint und ist logisch, dass die UDBA eine Menge linksorientierter Terroristen im Ausland unterstützte, vor allem die Roten Brigaden und die Mörder der deutschen terroristischen Bande Bader-Meinhof. Oft hat die Geheimpolizei Personen, die sie auf ihre Schwarzen Listen und UDBA-Beobachtungslisten setzte, nicht beseitigt, sie versuchte vielmehr, diese für ihre Aktivitäten zu rekrutieren, das heißt also, sie wurden erpresst. Eine Hand wäscht die andere. Du wirst tun, was wir dir befehlen, wir aber werden über deine Vergangenheit schweigen bzw. wir werden dich nicht verfolgen. Das dürfte im Falle des Agenten Borje (Josip Lukenda) zu getroffen haben, welcher bei Nicola Martinovic beschäftigt war.

Auf den UDBA Listen befinden sich noch weitere hunderte Österreicher! Unter den oben beschrieben Umständen und den uns vorliegenden Listen mit den möglichen UDBA-Mitarbeitern, welche sich in öffentlichen Dienst der Republik Österreich befinden, fordern kroatische Fachexperten, UDBA-Opfer und der Opferverband Bleiburger Ehrenzug eine Entudbafizierung (Lustrationsprozess) bei den österreichischen Behörden, Ämtern und Universitäten.

Weitere Schlagzeilen in kroatischen Tageszeitungen: Austrija pokrenula lustraciju agenata UDB-e, u Hrvatskoj ‚UDB-a‘ jača no ikad http://www.dnevno.hr/vijesti/hrvatska/_austrija_pokrenula_lustraciju_agenata_udbe_hrvatska_svoje_udbase_i_dalje_stiti/1072735.html

Weitere Schlagzeilen in österreichischen Tageszeitungen:
Ex-AGENT lebt in Klagenfurt http://bit.ly/QGfoOk bzw.
krone.at/Nachrichten/Polit-Mord_an_Gaertner_Ex-Agent_lebt_in_Klagenfurt!-Exil-Kroate_getoetet-Story-257023

Siehe auch: http://www.meinbezirk.at/klagenfurt/politik/kroaten-fordern-eine-ent-udba-fizierung-lustration-entfernung-von-yu-geheimdienstmitarbeitern-in-oesterreich-pressekonferenz-25092012-d355619.html

Offen gelegte Mitarbeiter-Dossiers:
3055298_web
                      Univ.-Prof. Dr. Malle August : Professor für Geschichte an der Universität-Klagenfurt und Leiter des österreichisch-slowenischen Wissenschafsakademie
Augustin-Malle - Kopie

Abschrift: [Ordnungszahl]: 560873.  Malle August  geboren: 05/01/[19]44 / CR [=Central-Register]: 0306245-7   ST. CR: 3174567 Geburtsort: Loibltal * Geburtsstaat, bzw. Republik: Austria Republik, bzw. Staat des Wohnsitzes: Austria Wohnort: Bleiburg,  Loibltal 15  *  Beruf 2: Student *  Nationalität: slowenische  Staatsbürgerschaft: Austria  *  Geschlecht: männlich JV: [= Javna Varnost] Anderer Name: Male Avgust  geboren: 05/01/44 DV: [= Državna varnost]Dossier [der] SDV:  -0004200-00000 Dossier SDV [Službe Državne varnosti]: -0014142-00487; Jvarnost = Öffentliche Sicherheit Državna varnost = Staatssicherheit SDV = Služba državne varnosti = Staatssicherheitsdienst  Die Person ist codiert auf der  CR [=Central-Register]:  DV: [= Državna varnost ] auf dem Dossier [der] SDV/UDBA als ständige Quelle registriert:

Der Zahlencode bedeutet, dass er  als ständige Mitarbeiter-Quelle fungierte. Anführungen am Dossiers mit der Bezeichnung BERUF2  Schlüsselcodes sind keine abgeschöpften Quellenzuträger, sondern das sind Klassifizierungen von freiwilligen Quellenzuträgern bzw. ständigen Mitarbeiter. Malles Dossiers mit dem Beruf 2 (Enkodiert bedeutet: 1. Beruf UDBA und 2. Beruf: Professor) gibt also eine weitere Auskunft über eine Mitarbeit des Professors für den jugoslawischen Geheimdienst.

3053599_web
uniratDusan-necak- - Kopie
                      Univ.-Prof. Dr. Dusan Necak: Professor für Geschichte und Universitätsrat an der Universität-Klagenfurt

Abschrift und Übersetzung: Ordnungszahl der CAE:] 643344. Nečak Dušan geboren: 21/01/[19]48

CR [= Centralregister]: 0356757-5  ST[evilka im] CR: 3210055 Wohnort: Ljubljana,   Njegoševa [Str.] 6 Beruf 2: Professor Geschlecht: männlich DV: (= Državna varnost = dt. Staatsicherheit:  Dossier SDV (=Službe Državne varnosti = dt.: des Staatssicherheitsdienstes) [Nr.]: -14000 – 00501

Die Person ist codiert mit 14000 – 00501 auf dem Central-Register  der Dossier  von SDV/UDBA. Der Zahlencode bedeutet, dass er  als ständige Mitarbeiter-Quelle fungierte. Anführungen am Dossiers mit der Bezeichnung BERUF2  Schlüsselcodes sind keine abgeschöpften Quellenzuträger, sondern das sind Klassifizierungen von freiwilligen Quellenzuträgern bzw. ständigen Mitarbeiter. Necaks Dossiers mit dem Beruf 2 (Enkodiert bedeutet: 1. Beruf UDBA und 2. Beruf: Professor) gibt also eine weitere Auskunft über eine Mitarbeit des Professors für den jugoslawischen Geheimdienst.

kroatische Forderungen
Pressekonferenz von UDBA-Opfer
Liste UDBA-Mitarbeiter
Mordfall Martinovic geschlosssen

Von der Vergangenheit eingeholt

6 Sep
Von der Vergangenheit eingeholt

Slowenien: Präsident Drnovsek soll für die jugoslawische „Stasi“ gearbeitet haben / Parallelen zu Ungarns Premier Medgyessy

Carl Gustaf Ströhm

Wenn ein Musterschüler zum Problemfall wird, gibt es teils unglaubliches Entsetzen, aber auch Schadenfreude. Lange Jahre hindurch ist die ex-jugoslawische Republik Slowenien im Westen als Paradebeispiel für den geglückten Übergang vom Kommunismus zur Demokratie gelobt, bewundert und beneidet worden. Jetzt allerdings befindet sich das kleine Land mitten in einem politischen Skandal – ähnlich wie in Ungarn letztes Jahr, als die „Stasi“-Tätigkeit von Premier Péter Medgyessy bekannt wurde (siehe JF 27/02).

Vor einigen Tagen tauchte im Internet eine Liste mit Tausenden von Namen – es heißt, es seien insgesamt eine Million Personen namentlich erfaßt – aus der „zentralen aktiven Evidenz“ der UDBA (der berüchtigten Geheimpolizei aus Titos Zeiten) auf. Unter den Personen, die hier als Agenten der kommunistischen Geheimpolizei genannt werden, befindet sich auch das Staatsoberhaupt Sloweniens, Janez Drnovsek (der seit 1992 Ministerpräsident des unabhängigen Sloweniens war). Zugleich stehen noch zahlreiche andere slowenische Politiker auf der Liste: einige als „Täter“, sprich als Agenten und Spitzel, andere als Opfer, die vom Geheimdienst ausgespäht wurden.

Der Skandal nahm seltsame Dimensionen an, weil die Internet-Seite, auf der die Namenslisten (und Agentennummern) publiziert wurden, in Thailand abgerufen werden mußte. Gleich nach Bekanntwerden des brisanten Inhalts ließ der slowenische Datenschutzbeauftragte Joze Bogataj die Seite durch den thailändischen Anbieter sperren. Damit war der Zugang zu www.udba.net zunächst unmöglich – aber die Katze war bereits aus dem Sack. Ganz Slowenien stand Kopf und fragte sich, auf welchem Wege die brisanten Geheimdienst-Personalien ihren Weg ausgerechnet nach Bangkok gefunden hatten.

Die barbarischen Taten der Kommunisten aufdecken

Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Der Honorarkonsul Sloweniens in Australien und Neuseeland, Dusan Lajovic, bekannte sich zu dieser Tat. In Bangkok war die Internet-Seite bereits seit dem 9. März registriert, ohne zunächst von der breiten Öffentlichkeit bemerkt zu werden. Der Internet-Anbieter in Bangkok bezeichnete den slowenischen Ehrenkonsul als seinen guten Freund. Überdies schreibe Lajovic ein Buch über die jüngste Geschichte seiner Heimat. Der Konsul war 1945 gleich nach der Eroberung durch Tito-Partisanen geflüchtet, nachdem die Kommunisten das Eigentum seiner Eltern beschlagnahmt hatten.

In der linksgerichteten slowenischen Tageszeitung Delo meldete sich Konsul Lajovic, der erst Anfang der neunziger Jahre – nach der „Wende“ – Slowenien wieder besuchte, zu Wort. Es sei seine Absicht gewesen, die barbarischen Taten der Kommunisten aufzudecken, sagte der Konsul, der erst vor wenigen Jahren von der Laibacher Linksregierung zum konsularischen Vertreter seiner alten Heimat ernannt wurde.

Wörtlich erklärte Dusan Lajovic: „In Slowenien haben noch immer die Leute aus dem früheren (kommunistischen) Regime die Zügel in der Hand“. Seine Absicht sei es gewesen, die Mitarbeiter und Funktionäre sowie die Bespitzelten des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes im Internet zu veröffentlichen. „Meine Absicht war es, die Untaten aufzudecken, die sich in Slowenien unter den Kommunisten ereigneten: auf welche Art sie unsere Landsleute verfolgt, gefoltert und ermordet haben.“

„Ich möchte, daß die Slowenen beginnen, nachzudenken“, setzte der Konsul fort. Er lebe seit 53 Jahren in einer Demokratie und sei es gewohnt, frei zu atmen. Niemand könne ihm verbieten, zu sagen, was er denke. Er habe die kommunistischen Geheimdossiers schon lange in seinem Besitz, aber erst den Ausgang der Volksabstimmung über den EU- und Nato-Beitritt seines Landes abwarten wollen. Auf den Einwand, daß er vertrauliche Dokumente veröffentlicht habe, antwortete Lajovic: „Darüber mögen die slowenischen Kommunisten entscheiden.“ Die UDBA habe versucht, ihn, Lajovic zu ermorden.

Zweimal habe ein OZNA-Funktionär (OZNA = Titoistischer Geheimdienst am Ende des Zweiten Weltkrieges) seine Eltern verhaftet. Man habe ihn verfolgt, weil er Antikommunist sei. Konsul Lajovic räumte aber auch ein, für amerikanische und britische Geheimdienste gearbeitet zu haben.

Auf die Frage, wer denn jene Slowenen gewesen seien, die mit der slowenischen Staatssicherheit kollaborierten, nannte Lajovic den jüngst zurückgetretenen Staatspräsidenten Malin Kucan, denn dieser sei Generalsekretär der Kommunistischen Partei gewesen, welche die UDBA finanzierte. Als einzige ehrliche Partei in Slowenien bezeichnete Lajovic die (allerdings „rechten“) Sozialdemokraten von Janez Jansa. Diesen nannte er seinen Freund.

17.000 Akten sind spurlos verschwunden

Inzwischen haben Politiker der slowenischen Opposition das Verbot der inkriminierten Internet-Seite als neue Form der Zensur kritisiert. Zugleich aber ist der Versuch, der slowenischen Öffentlichkeit die Namen vorzuenthalten, von „Hackern“ in Laibach und Zagreb durchkreuzt worden: Sie sandten die Daten der „geknackten“ Internet-Seite mit allen Namen an verschiedene Tageszeitungen. Der in Thailand ansässige Internet-Unternehmer, der Inder Direndra Sood, sagte, er werde das Verbot auf Dauer nicht beachten und die vertraulichen Angaben erneut ins Internet stellen. Die slowenische Regierung beschuldigte er, die Freiheit der Information zu unterdrücken.

Während der Wende 1990/91 sind 17.000 Dokumente aus dem Depot der slowenischen „Stasi“ spurlos verschwunden. Der oppositionelle Sozialdemokrat Janez Jansa – selber ein Opfer kommunistischer Bespitzelungen und Verfolgungen – warnte: wer in den Besitz dieser Dokumente gelange, wäre in der Lage, als „Herr der Ringe“ den ganzen Staat in Schach zu halten, indem er jene erpreßt, deren Namen sich in den verschwundenen Archiven befinden.

http://www.jf-archiv.de/archiv03/193yy25.htm
© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de

Ich möchte Sie mit diesem Schreiben nochmal über die Menschenrechte in Kroatien aufmerksam machen, besonders in Bezug auf den Umgang mit ehemaligen politischen Häftlingen. Ich muss betonen, dass die Macht in Kroatien weiterhin die ehemalige „Jugo-Stasi“ haben und entsprechend ist Ihre Politik der Steuerung, Dämmung, Manipulation und Installation deren eigener Stasi-Leute in unseren Opfer-Verbänden. Ich werde nochmal auf den Fall der Inter-ASSO und deren Präsident Jure Knezovic zurückkommen. Herr Knezovic wird auf einer Liste Stasi-Mitarbeiter geführt mit dem Codenamen „Majk“. Abgesehen davon, dass Herr Knezovic 1986 nach Yugoslawien mit dem Segen der SDB (Jugo-Stasi) zurückgekehrt ist, mehrere ehemalige politische Immigranten und politische Gefangene konnten bezeugen, dass Herr Knezovic „Jugo-Stasi-Mitarbeiter“ war.

Es ist wirklich ein Eklat, dass niemanden in Europa bewusst ist, welche Erniedrigung dies für die gesamte Population der Opfer der ehemaligen kommunistischen Staatsgewalt ist, dass so eine Person, ein Stasi-Mann das Interesse von unzähligen Opfern des Kommunismus vertritt. Im Angesicht dieser Tatsachen ist das niedrige Niveau der Demokratie in Kroatien zu verstehen. Es werden faule Kompromisse überall im kroatisch-politischen und gesellschaftlichen Leben gemacht, was zu mehreren Morden bei ehemaligen, politischen Gefangenen gebracht hat. Die ganze Situation in Kroatien ist mit dem vergangenen Krieg ’90 – 95′ belastet, den die Kommunisten und die Geheimdienste absichtliche angezettelt und organisiert haben, nur mit einem Ziel über den blutigen Krieg an der Macht zu bleiben. Das ist denen auch gelungen und es ist das größte Balkan-Geheimnis der letzten 20 Jahre. Beweise dafür hat der Gerichtshof in Den Haag fleißig gesammelt, aber die kroatische Regierung macht alles dagegen, dass diese Wahrheit je ans Tageslicht kommt. Wir werden von Medien ständig ignoriert, sodass wir gezwungen waren informelle Aktionen auszuführen, wie diese http://www.hrt.hr/index.php?id=48&tx_ttnews[tt_news]=33068&tx_ttnews[backPid]=38&cHash=418c79141d um Aufmerksamkeit im kroatischen Parlament aufzurufen. In dem Flugzettel haben wir vom kroatischen Parlament ein Lustrationsgesetz gefordert und auf die kroatische Stasi-Präsenz überall im kroatischen gesellschaftlichen Leben hinzuweisen. Wir konnten bis jetzt feststellen, wenn die kroatische Gesellschaft weiter in diese Richtung steuert, ist eine ernste Krise zu erwarten, die die griechische mehrfach übertrifft. Darum bitten wir um eine Zusammenarbeit im deutschen und auch europäischen Interesse, weil die Krise, die sich anbahnt, internationale Folgen haben wird. Unsere Kräfte sind begrenzt und wir sind angewiesen uns an europäische Partner zu wenden und erwarten Ihre Unterstützung und Verständnis.

UDBA-Infos

6 Sep

FÜR WAS IST DIE UDBA VERANTWORTLICH?

In den 1970er Jahren wurden in Kärnten mindestens 19 Sprengstoffanschläge verübt. Darüber hinaus gab es gewalttätige Demonstrationen und bewusste Provokationen gegenüber der Exekutive. Ein- und zweisprachige Ortstafeln wurden beschmiert und entfernt (Ortstafelsturm). Mit Mord- und Bombendrohungen sowie Drohaufschriften (Tod dem KHD..) an öffentlichen und privaten Gebäuden wurden  Politiker und die gesamte Kärntner Bevölkerung eingeschüchtert. Am 17.5.1975 wurde der exilkroatische Gemüsehändler Nikica Martinovic in Klagenfurt sogar ermordet. Das Opfer wurde von 2 kroatischen Gastarbeitern beschattet, welche beim Gemüsehändler beschäftigt waren und – wie die Völkermarkter Attentäter  – für die UDBA–Zentrale in Marburg gearbeitet hatten.

Die kommunistische DDR-Stasi und YU-UDBA im öffentlichen Dienst im Bundesland Kärnten und an der Universität Klagenfurt

Dr. Josef Lausegger, ein Historiker der Kärntner Landsmannschaft und ehemaliger Leiter der Geschäftsstelle der Arge Alpen Adria, führte im Artikel „Die Stasi lebt. Auch in Kärnten? Und die UDBA?“ (KLM 9-10/2009) und am 30. Oktober 2011 anhand des Vortrages „Völkermarkt, 18. September 1979: das Attentat auf das Heimatmuseum“ eine Reihe von kommunistischen Umtrieben an den Universitäten  an. (KLM 9-10/2012)

Man darf aber auch nicht übersehen, dass neben der UDBA und den westlichen Nachrichtendiensten auch andere totalitäre Geheimdienste in Kärnten aktiv waren. So insbesondere die kommunistische DDR-Stasi, die in einigen Fällen sogar Personalentscheidungen an der Klagenfurter Universität zu ihren Gunsten beeinflusst hat. Im Gegensatz zu Deutschland gab es bei uns keine Bemühungen, diese Personen aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen. Da es eine erklärte Absicht der Stasi war, den Westen zu destabilisieren, gab es für deren Mitarbeiter in Kärnten genügend Zündstoff.

Diese Kritik dürfte auch auf Kärnten zutreffen. Univ.-Prof. Dusan Necak[11] (i46.tinypic.com/vdmzoo.jpg), der von 1972 bis 1980 im Laibacher Nationalitäteninstitut die Problematik der Kärntner Slowenen im Sinne der damaligen jugoslawischen Geschichtsauffassung propagierte und somit in der kommunistischen Ära eine steile Karriere machte, lehrt derzeit an der Klagenfurter Universität und wurde sogar in den Universitätsrat (http://www.uni-klu.ac.at/unirat/inhalt/18.htm) berufen[12]. Im Jahre 2004 gründete er in Laibach gemeinsam mit dem letzten Chef der slowenischen Kommunisten Milan Kucan und weiteren Repräsentanten der jugoslawischen Ära die politische Plattform „Forum 21“.[13] An der Klagenfurter Universität kooperiert er insbesondere mit dem Geschichtsprofessor Valentin Sima, dieser ist gleichzeitig auch Repräsentant des Kärntner Partisanenverbandes.[14] Noch im Jahre 2004 wurde in Klagenfurt ein Stasi-Spitzel als Lehrbeauftragter angestellt, welcher vorher nach einem entlarvenden Zeitungsartikel die Universität Paderborn verlassen musste. Dem Hochschullehrer wurde nämlich Spitzeltätigkeit im Ausland und eine maßgebliche Mitwirkung an Verhaftungen und Verurteilungen vorgeworfen.[15] (Ausschnitt aus dem Artikel: Völkermarkt, 18. September 1979: das Attentat auf das Heimatmuseum. – Eine Analyse auf Basis von Medienberichten und der aktuellen Geschichtsschreibung, Dr. Josef Lausegger: KLM 9-10/2012)

Es wäre daher an der Zeit, neben der Entnazifizierung auch eine „Entudbafizierung“ und „Entstasifizierung“ vorzunehmen.

Vollständiger Artikel: https://endudbafizierung.wordpress.com/yugo-udba-und-ddr-stasi-an-der-uni-klagenfurt/

Anmerkung: Einen schweren Vorwurf wird man aber Slowenien und Kroatien aus österreichischer Sicht dennoch nicht machen können, Österreich hat ja selbst keinen Lustrationsprozess abgewickelt, um allfällige Mitarbeiter, sogar ausländischer, kommunistischer Geheimdienste (UDBA, STASI) aus öffentlichen Positionen zu entfernen. (Dr. Josef Lausegger: KLM 11/2009)

Das auf der slowenischen SDV-UDBA-Liste sich befindliche Universitätsratsmitglied der Klagenfurter Alma Mater und Professor Dusan Necak verbreitet in seinen Büchern die kommunistischen Dogmen der Tito-Ära.

„Die Nostalgie nach dem Sozialismus geht mit einem überholten Geschichtsverständnis konform, welches man beispielsweise dem Buch des (auch an der Uni Klagenfurt tätigen, Anm.) Hochschullehrers Dusan Necak über die „Kärntner Slowenen in der Zweiten österreichischen Republik (1945-1976)“ entnehmen kann. Necak betont, dass er in die Zeit des Volksbefreiungskampfes in Kärnten zurück gegriffen habe, „da dort die heutige politische Realität unter den Kärntner Slowenen ihren Ursprung hat.“ Die Verdienste der Kommunistischen Partei Sloweniens werden propagiert, die Verfolgung und Ermordung der Regimegegner werden aber ebenso verschwiegen wie die Verschleppung und Ermordung von Kärntner Landsleuten. Den Staatsvertrag 1955 nennt der Autor konsequent den „Vertrag über Österreich“, da dabei „Österreich nicht hätte gleichberechtigt mitarbeiten dürfen, weil es ein besiegter Staat war.““ (Dr. Josef Lausegger: KLM 11/2009; Artikel siehe: https://endudbafizierung.wordpress.com/die-stasi-lebt-auch-in-karnten/)

Siehe dazu auch eine parlamentarische Anfrage betreffend geheimdienstlicher Tätigkeit von Mitarbeitern der Universität Klagenfurt. Die in der Anfrage genannten Professoren Necak, Sima und Malle sollen leitende Funktionen in den kommunistischen Vorfeldorganisationen der Kärntner Slowenen und der slowenischen KPS bzw. einer ihrer Untergliederungen bekleidetet haben. Ebenso sollen diese Historiker nach wie vor diese oben angeführten kommunistischen Dogmen der Geschichtsschreibung vertreten.

Zur parlamentarischen Anfrage: http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/J/J_11451…

In Kärnten wurden diesbezügliche noch keine Untersuchungskommissionen eingerichtet, obzwar eine Kooperation mit einem ausländischen Geheimdienst, wie der UDBA, auch strafrechtlich relevant ist und zu ahnden wäre.

Petition an das österreichische Parlament:
Diese oberflächliche Erörterung der totalitären Geheimdienste UDBA und Stasi in Kärnten lässt natürlich viele Fragen offen:

–        Welche konkreten Angriffe wurden in Kärnten im Interesser der politischen Destabilisierung des Landes gestartet? Haben die Geheimdienste einen Großteil der Sprengstoffanschläge, Schmieraktionen, gewalttätigen Demonistrationen und sonstigen provozierenden Aktionen zu verantworten?

–        Weshalb erhielten (oder erhalten) einige Kärntner die gelegentlich in der slowenischen Presse heftig diskutierten monatlichen Geldzuwendungen aus Slowenien?

–        Wurden auch in Kärnten „Friedensbewegungen“ zwecks Konfliktschürung unterwandert? Wer initiierte beispielsweise das Solidaritätskomitee für die Rechte der Kärntner Slowenen in den 70er Jahren wirklich?

–        Kooperierten österreichische Abgeordnete, im Hinblick auf die derzeitigen Vorkommnisse im Parlament, auch mit der UDBA und der Stasi?

–        Wurden von der UDBA auch in Kärnten eigene Wirtschaftsbetriebe geführt? Welche?

–        Sind auch bei uns weiterhin Mitarbeiter der Stasi und UDBA aktiv?

–        Gibt es im Generalkonsulat der Republik Slowenien weiterhin Mitarbeiter mit einer UDBA-Vergangenheit?

–        Wurden bei der Formulierung des jugoslawischen Memorandums, welches zur Grundlage des Art. 7 des Staatsvertrages genommen worden ist, auch Konflikte schürende Anregungen der UDBA berücksichtigt? Warum will nun Slowenien den Staatsvertrag 1955 unterzeichnen und sozusagen in die Fußstapfen der SFR Jugoslawien treten?

–        Initiierten „Einflussagenten“ der UDBA die Memoranden und Forderungskataloge der slowenischen Zentralorganisationen in Kärnten?

–        Wurden insbesondere slowenische Emigranten und deren Nachkommen von der UDBA dazu genötigt, extremistische Agitationen in die Kärntner Minderheitensituation einzubringen?

–        Werden die Konflikte Sloweniens betreffend den Grenzstreit mit Kroatien und die konfrontative Minderheitenfrage in Kärnten von ehemaligen UDBA-Mitarbeitern im Rahmen ihrer neuen Positionen geschürt?